Detail-Infos zum
Steinlingkapelle
Die Steinlingkapelle
wurde gebaut, um einen würdigen Rahmen für die Gedenkmessen zu haben.
- Höhe
- ca. 16 Meter
- m²
- ca. 16 m²
- Standort
- Nähe Steinlingalm auf 1.455 m
- Architekt
- Peter Frank
- Baukosten
- 30.000 DM
- Erbaut
- 1976
- Geweiht
- 12.09.1976
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Das Mauerwerk
Da die Vorgabe war, dass sich das kleine Kirchlein harmonisch in die Umgebung einfügen sollte, wählte man als Baumaterial Natursteine aus dem nahegelegenen Staffelstein. Dieses äußere Mauerwerk entstand aus den Bruchsteinen des markanten Felsturms an der Nordseite der Kampenwand, unweit der Bergstation, wo das Material direkt am sogenannten „Gatterl“ gewonnen wurde
Zum Transport der schweren Steine bewiesen die Arbeiter echten Humor und Pragmatismus: Sie spannten kurzerhand die Ausflugsgäste auf der Kampenwand mit ein. Da die Wanderer ohnehin von der Bergstation zur Steinlingalm spazierten, wurden sie von den Handwerkern charmant animiert, ein paar Bruchsteine mit zur Baustelle zu tragen – was die meisten Gäste in der Regel auch gerne taten.
Das Schindeldach
Im August 1976 errichteten Zimmerer den kunstvollen Dachstuhl der Kapelle mit Glockentürmchen, damals unentgeltlich in ihrer Freizeit.
Eine traditionelle Methode, um Dächer in Bergregionen zu decken, sind Schindeln aus Lärchenholz. Diese wurden auch bei der Kapelle verwendet. Bei Regen saugt sich das Holz schnell voll, quillt auf und hält dicht. Anschließend trocknen die Schindeln wieder und sorgen für eine gute Belüftung.
2008 erhielt die Kapelle eine spendenfinanzierte Erneuerung der Dachschindeln.
Die Kapellen-Glocke
Im Mai 1976 wurde im Gemeinderat Aschau beschlossen, dass die Kapelle eine Glocke bekommen sollte. 1.000 DM wurden dafür veranschlagt. Bei Baukosten von insgesamt 30.000 DM war das ein verhältnismäßig stolzer Betrag.
Peter Bichl (Mitglied des Arbeitskreises zum Bau der Kapelle) aus Bernau brachte das Thema bei der Versammlung des Chiemgau-Alpenverbandes in Amerang ein und stieß auf große Zustimmung: Die Trachtler erklärten sich spontan bereit, diese Glocke für die entstehende Kapelle zu stiften.
Das alte Feldkreuz
Viele Jahre bevor die Kapelle gebaut wurde Stand hier bereits das alte Feldkreuz. An seinem Standort wurden schon seit dem Aufstellen des Kreuzes die Gedenkmessen zu Ehren der Opfer der beiden Weltkriege mit traumhaftem Blick auf den Chiemsee abgehalten.
© echtNET GbR Joachim Plenert & Martin Schwangler





