Stefan Rieplhuber ehemaliger Erster Bürgmeister von Höslwang

Stefan Rieplhuber

Die Geschich­te des Chiem­gau-Kreuzes und der Frie­dens­ka­pel­le ist eng ver­wo­ben mit dem 24 Jah­re lang im Amt täti­gen Ers­ten Bür­ger­meis­ters von Höslwang.

Schon als jun­ger Mann gehör­te der Höslwan­ger Ste­fan Rie­plhu­ber zu den vie­len flei­ßi­gen Hel­fern, ohne deren Unter­stüt­zung ein Bau­pro­jekt wie die Errich­tung des Chiem­gau-Kreuzes so nicht mög­lich gewe­sen wäre. Neben ver­schie­de­nen Bau­hilfs­tä­tig­kei­ten schlepp­te der Höslwan­ger bei­spiels­wei­se im Som­mer 1950 zusam­men mit Freun­den und Mit­hel­fern viel­fach schwe­re Sand­sä­cke für das Beton­fun­da­ment über die damals noch unweg­sa­men Pfa­de hin­auf zum Gipfel. Spä­ter, wäh­rend sei­ner lan­gen Amts­zeit als Bür­ger­meis­ter, setz­te er sich stets mit gro­ßem Enga­ge­ment für den Schutz des Kreuzes und die Bewah­rung sei­ner Geschich­te ein.

Es über­rascht daher nicht, dass er 25 Jah­re nach dem Bau des Kreuzes dem tie­fen Wunsch des mitt­ler­wei­le ver­stor­be­nen Kreuz­bau­ers Josef Hell nach­kam, eine Frie­dens­ka­pel­le auf der Kam­pen­wand zu errich­ten. Gemein­sam mit sei­nem Aschau­er Amts­kol­le­gen Karl Bau­er grün­de­te Rie­plhu­ber im Jahr 1975 einen Arbeits­kreis für den Bau der Stein­ling­ka­pel­le direkt unter­halb des Chiem­gau-Kreuzes. Den bei­den Bür­ger­meis­tern gelang es, für die­ses Gre­mi­um wich­ti­ge und kom­pe­ten­te Ver­tre­ter aus allen rele­van­ten Berei­chen zu gewin­nen und so ein tat­kräf­ti­ges, 18 Mit­glie­der star­kes Orga­ni­sa­ti­ons­team auf­zu­stel­len.

Bereits ein Jahr spä­ter konn­ten die bei­den Bür­ger­meis­ter als Haupt­or­ga­ni­sa­to­ren, Hand in Hand mit ihrem Arbeits­kreis und zahl­rei­chen ehren­amt­li­chen Hel­fern, den Bau der Stein­ling­ka­pel­le erfolg­reich ver­wirk­li­chen.

Die fei­er­li­che Ein­wei­hung der Kapel­le „Maria Köni­gin des Frie­dens“ erfolg­te am 12. Sep­tem­ber 1976 durch Bischof Franz Schwar­zen­böck. Es waren cir­ca 1.600 frei­wil­lig geleis­te­te Arbeits­stun­den von vie­len auf­ge­schlos­se­nen Bür­gern aus dem Chiem­gau erfor­der­lich, um die­ses Pro­jekt zu stem­men.

Genau wie das dazu­ge­hö­ri­ge Chiem­gau-Kreuz wur­de auch die Kapel­le dem ehren­den Geden­ken an die Gefal­le­nen des Chiem­gaus aus bei­den Welt­krie­gen gewid­met. Als Mahn­mal für den Frie­den ist das belieb­te Bau­werk heu­te ein belieb­tes Aus­flugs­ziel für jähr­lich Tau­sen­de Besu­cher. Zudem bie­tet die Kapel­le einen wür­di­gen Rah­men für die tra­di­tio­nel­le und auf­wen­di­ge Gedenk­mes­se, die dort jeden Som­mer statt­fin­det – ein fei­er­li­ches Ereig­nis, das von den Gemein­den sowie den Sol­da­ten- und Vete­ra­nen­ver­ei­nen des Chiem­gaus mit gro­ßem Enga­ge­ment orga­ni­siert wird.