
Rudolf Unterberger
Die Ersten Bürgermeister Stefan Rieplhuber (Höslwang) und Karl Bauer (Aschau i.Chiemgau) gründeten im Jahr 1975 einen Arbeitskreis für den Bau der Steinlingkapelle. Den beiden Bürgermeistern gelang es, für dieses Gremium kompetente Vertreter aus allen relevanten Bereichen zu gewinnen und so ein tatkräftiges Organisationsteam aufzustellen, dessen Vorstand Rieplhuber und Bauer bildeten.
Der Rosenheimer Landrat Georg Knott erklärte sich als Mitglied dieses Arbeitskreises bereit, die Planung der Kapelle durch sein Kreisbauamt erstellen zu lassen und Baudirektor Peter Frank vom Landratsamt Rosenheim übernahm die Bauplanung und Bauleitung der Kapelle.
Bei einer Arbeitskreissitzung am 6. Februar 1976 im Berggasthof Kampenwand stellte der Baudirektor die eingereichten Entwürfe vor. Die Kapelle sollte frei zugänglich sein, im Verhältnis zur Größe der Berge bescheiden wirken und sowohl die Marienstatue von Kreuzbauer Josef Hell, als auch die vom Chiemgau-Alpenverband gestiftete Glocke aufnehmen können. Die Mauern sollten aus Bruchsteinen bestehen und das Dach mit Schindeln eingedeckt werden. Der zweite Planentwurf stammte von Kreisbaumeister Rudolf Unterberger aus Bad Aibling. Sein Entwurf wurde damals einstimmig angenommen.
Bereits wenige Monate später konnten die beiden Bürgermeister als Hauptorganisatoren, Hand in Hand mit ihrem Arbeitskreis und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, den Bau der Steinlingkapelle „Maria, Königin des Friedens“ erfolgreich verwirklichen.
Am 12. September 1976 wurde die Kapelle, die sich direkt unterhalb des 25 Jahre zuvor erbauten Chiemgau-Kreuzes befindet, zum Gedenken an die Chiemgauer Opfer beider Weltkriege durch Weihbischof Franz Schwarzenböck geweiht. Tausende Besucher kamen zur 25. Kreuz-Gedenkmesse mit Kapellenweihe und erlebten diesen feierlichen Moment bei strahlendem Herbstwetter.
