
Peter Bichl
Mitglied des Arbeitskreises zum Bau der Steinlingkapelle. Der Mesner und Gemeindearbeiter aus Bernau war Vertreter des Chiemgau-Alpenverbands.
Der Kreuzbauer Josef Hell wünschte sich zeitlebens nach dem Bau des Chiemgau-Kreuzes die Verwirklichung einer Gedenkkapelle. Peter Bichl, der Hell persönlich gut kannte, versprach ihm die Verwirklichung dieses Vorhabens.
Lange währte der Wunsch nach dieser Gedächtniskapelle, bis Peter Bichl diesen Wunsch 1975 bei einer Delegiertenversammlung des Chiemgau-Alpenverbandes in Amerang vorbrachte. Seine engagierter Ansprache und Erinnerung an das Versprechen waren es zu verdanken, dass die Trachtler nicht nur ihre Mitarbeit zusagten, sondern eine Glocke für die Friedenskapelle stiften wollten und dies auch taten.
Auf diese Initiative hin begannen die Gemeinden Höslwang und Aschau gemeinsam unmittelbar mit der Umsetzung des Vorhabens der Steinlingalmkapelle.
Die ersten Bürgermeister Stefan Rieplhuber (Höslwang) und Karl Bauer (Aschau i.Chiemgau) gründeten im Jahr 1975 einen Arbeitskreis für den Bau der Steinlingkapelle. Den beiden Bürgermeistern gelang es, für dieses Gremium kompetente Vertreter aus allen relevanten Bereichen zu gewinnen und so ein tatkräftiges Organisationsteam aufzustellen, dessen Vorstand Rieplhuber und Bauer bildeten.
Bereits ein Jahr später konnten die beiden Bürgermeister als Hauptorganisatoren, Hand in Hand mit ihrem Arbeitskreis und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, den Bau der Steinlingkapelle „Maria, Königin des Friedens“ erfolgreich verwirklichen.
Am 12. September 1976 wurde die Kapelle, die sich direkt unterhalb des 25 Jahre zuvor erbauten Chiemgau-Kreuzes befindet, zum Gedenken an die Chiemgauer Opfer beider Weltkriege durch Weihbischof Franz Schwarzenböck geweiht. Tausende Besucher kamen zur 25. Kreuz-Gedenkmesse mit Kapellenweihe und erlebten diesen feierlichen Moment bei strahlendem Herbstwetter mit.
Bei der Ansprache während der Einweihungsmesse erinnerte Aschaus Bürgermeister Bauer dankbar an Peter Bichl.
(Auszug aus dieser Ansprache)
„Bis zur Verwirklichung dieses kleinen Bergkirchleins hat es lange gedauert und der entscheidende Anstoß war wohl letztlich der 25. Jahrestag und ein aktives Aufgreifen von Peter Bichl aus Bernau in der Versammlung des Chiemgau-Alpenverbands auf Schloss Amerang. In dieser Versammlung wurde das Vorhaben lebhaft begrüßt und gleichzeitig die Stiftung der Glocke genehmigt. Das verpflichtete uns weiterhin und so wurden die zuständigen Kreise aktiv.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich meinem Freund Peter Bichl, der sich auch während der Bauzeit sehr bemühte, meinen aufrichtigen und herzlichen Dank aussprechen.“
