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Martin Bichler

Wenn schon ein Mahn­mal für die Gefal­le­nen bei­der Welt­krie­ge aus dem Chiem­gau ent­ste­hen soll­te, dann gleich ein „g’scheids“ – dies schien die ein­hel­li­ge Mei­nung der Initia­to­ren gewe­sen zu sein.

Dach­te der Höslwan­ger Schmied Josef Hell anfäng­lich noch an ein Kreuz von etwa vier Metern Höhe, wuchs das Vor­ha­ben nach kur­zer Zeit und meh­re­ren Gesprä­chen zu einem Pro­jekt in Aus­ma­ßen her­an, die es auf den baye­ri­schen Ber­gen bis dahin noch nicht gege­ben hat­te.

So bau­te Schmie­de­meis­ter Hell mit treu­en Hel­fern ein gewal­ti­ges Kreuz aus Eisen, 12 m hoch und 3,5 m breit, des­sen Bal­ken allein eine Brei­te von rund 60 cm auf­wei­sen.

Aber um ein Denk­mal die­ser Grö­ße auf einem Fel­sen ver­an­kern zu kön­nen, bedurf­te es einer sta­ti­schen Berech­nung.

Die­se Berech­nung erfolg­te aber­mals von einem Höslwan­ger. Mar­tin Bich­ler, ein Höslwan­ger Sta­ti­ker, arbei­te­te bei der Bau­fir­ma Heil­mann & Litt­mann Bau AG in Mün­chen.

Der Sta­ti­ker Bich­ler erar­bei­te­te die benö­tig­ten „sta­ti­schen Berech­nun­gen“ für die Ver­an­ke­rung des Chiem­gau-Kreuzes und reich­te sei­ne Sta­tik­be­rech­nung am 04.08.1949 ein. Sei­ne Berech­nun­gen sind bis heu­te im Aschau­er Gemein­de­ar­chiv erhal­ten.