Ludwig Benedikt von Cramer-Klett

Ludwig Benedikt von Cramer-Klett

Der Groß­in­dus­tri­el­le Theo­dor Cra­mer-Klett aus Nürn­berg (1817 – 1884) erwarb 1874 aus Freu­de über die Geburt sei­nes Soh­nes Theo­dor II, die Burg Hohen­aschau mit wei­tem umlie­gen­den Grund. Nach­dem Theo­dor den ehe­ma­li­gen Grund­be­sitz und die Herr­schaft Hohen­aschau erwor­ben hat­te, erfüll­ten sich damit die Vor­aus­set­zun­gen, um 1876 von König Lud­wig II. in den Stand eines erb­li­chen Frei­herrn und erb­li­chen Reichs­rats der Kro­ne Bay­erns erho­ben zu wer­den.

Sein aus­ge­präg­ter wirt­schaft­li­cher Spür­sinn und sei­ne geschäfts­tüch­ti­gen Fähig­kei­ten lie­ßen in einer dama­lig schwie­ri­gen Zeit die Ein­hei­mi­schen von sei­nem Enga­ge­ment stark pro­fi­tier­ten. Er för­der­te die Eisen­in­dus­trie und den regio­nal rele­van­ten Eisen­bahn­aus­bau und sorg­te damit für eine gro­ße Ent­wick­lung der Wirt­schaft.

Sein Sohn, der eben­falls bei den Aschau­ern für sei­ne Zuge­wandt­heit und sozia­le Art belieb­te Theo­dor Cra­mer-Klett jun. (1874 – 1938), ver­leg­te zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts sei­nen Wohn­sitz nach Hohen­aschau. Er zog mit sei­ner Fami­lie in die reno­vier­te und umge­bau­te Burg (1904–08). Im Ers­ten Welt­krieg lies er in den Gebäu­den sei­ner Stal­lun­gen, den heu­ti­gen Fest­hal­len, ein Laza­rett (1914 — 1920) errich­ten.

Der nächs­te Sohn der Cra­mer-Klett-Fami­lie kam am 21. März 1906 in Mün­chen zur Welt. Lud­wig Bene­dikt Frei­herr von Cra­mer-Klett (1906 – 1985), war ein deut­scher Jagd­schrift­stel­ler, der rela­tiv früh, bereits zur Schul­zeit, zu schrei­ben begann. Sei­ne Wer­ke zei­gen die tie­fe Ver­bun­den­heit zur ört­li­chen Flo­ra und Fau­na. Eigent­lich für jeden, der die traum­haf­te Berg­welt von Aschau schon ein­mal besucht hat nach­voll­zieh­bar. Wenn man doch weiß, dass zum Schloss Hohen­aschau auch weit­läu­fi­ge Län­de­rei­en in den Chiem­gau­er Ber­gen gehör­ten.

Ein Teil die­ser zum Grund­be­sitz der Cra­mer-Klett gehö­ren­den Gebie­te ist der berühm­te Teil der Kam­pen­wand auf dem sich sowohl der Ost­gip­fel mit dem Chiem­gau-Kreuz als auch das traum­haf­te Pla­teau mit der Gedenk­ka­pel­le “Maria, Köni­gin des Frie­dens“ befin­det.

Lud­wig Bene­dikt Frei­herr von Cra­mer-Klett ver­ein­bar­te bei bei­den Bau­wer­ken die Grund­stücks­rech­te und ermög­lich­te so dem Chiem­gau und sei­nen Bür­gern zwei sei­ner berühm­tes­ten Wahr­zei­chen.

Die fol­gen­den Gene­ra­tio­nen der Frei­herrn von Cra­mer-Klett: Frei­herr Ras­so von Cra­mer-Klett (1941 – 2021) und des­sen Sohn Lud­wig Frei­herr von Cra­mer-Klett über­nah­men den elter­li­chen Betrieb von Lud­wig Bene­dikt von Cra­mer-Klett und leben (leb­ten) voll inte­griert in der hei­mat­li­chen Gemein­schaft und enga­gie­ren sich unter ande­rem für die Trach­ten- und Hei­mat­pfle­ge im Chiem­gau.