
Karl Bauer
Hohenaschau und Niederaschau wurden am 1. Januar 1966 zur heutigen Gemeinde Aschau i.Chiemgau zusammengelegt und später, im Jahr 1978, durch die Eingemeindung von Sachrang und Teilen Umrathshausens weiter vergrößert. Karl Bauer war damit der Erste Bürgermeister von Aschau i.Chiemgau.
Anders als beim Chiemgau-Kreuz, als noch drei Bürgermeister den Kreuzbauer Josef Hell unterstützten, war es 25 Jahre später bei der Umsetzung der Friedenskapelle ein Bürgermeister aus Aschau, der die Höslwanger unterstützte. Aber die Hilfe dieses Bürgermeisters war eine außerordentliche, denn Herr Bauer engagierte sich enorm.
Gemeinsam mit seinem Höslwanger Amtskollegen Stefan Rieplhuber gründete Bauer im Jahr 1975 einen Arbeitskreis für den Bau der Steinlingkapelle direkt unterhalb des Chiemgau-Kreuzes. Den beiden Bürgermeistern gelang es, für dieses Gremium wichtige und kompetente Vertreter aus allen relevanten Bereichen zu gewinnen und so ein tatkräftiges, 18-Mitglieder-starkes Organisationsteam aufzustellen.
Bereits ein Jahr später konnten die beiden Bürgermeister als Hauptorganisatoren, Hand in Hand mit ihrem Arbeitskreis und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, den Bau der Steinlingkapelle erfolgreich verwirklichen.
Die feierliche Einweihung der Kapelle „Maria, Königin des Friedens“ erfolgte am 12. September 1976 durch Weihbischof Franz Schwarzenböck. Es waren circa 1.600 freiwillig geleistete Arbeitsstunden von vielen aufgeschlossenen Bürgern aus dem Chiemgau erforderlich, um dieses Projekt zu stemmen.
Genau wie das dazugehörige Chiemgau-Kreuz wurde auch die Kapelle dem ehrenden Gedenken an die Gefallenen des Chiemgaus aus beiden Weltkriegen gewidmet. Als Mahnmal für den Frieden ist das bekannte Bauwerk heute ein beliebtes Ausflugsziel für jährlich tausende Besucher. Zudem bietet die Kapelle einen würdigen Rahmen für die traditionelle und aufwendige Gedenkmesse, die dort jeden Sommer stattfindet – ein feierliches Ereignis, das von den Gemeinden sowie den Soldaten- und Veteranenvereinen des Chiemgaus mit großem Engagement organisiert wird.
