Erster Bürgermeister der Gemeinde Aschau i.Chiemgau (1966 - 1984) Karl Bauer

Karl Bauer

Hohen­aschau und Nie­der­aschau wur­den am 1. Janu­ar 1966 zur heu­ti­gen Gemein­de Aschau i.Chiemgau zusam­men­ge­legt und spä­ter, im Jahr 1978, durch die Ein­ge­mein­dung von Sach­rang und Tei­len Umraths­hau­sens wei­ter ver­grö­ßert. Karl Bau­er war damit der Ers­te Bür­ger­meis­ter von Aschau i.Chiemgau.

Anders als beim Chiem­gau-Kreuz, als noch drei Bür­ger­meis­ter den Kreuz­bau­er Josef Hell unter­stütz­ten, war es 25 Jah­re spä­ter bei der Umset­zung der Frie­dens­ka­pel­le ein Bür­ger­meis­ter aus Aschau, der die Höslwan­ger unter­stütz­te. Aber die Hil­fe die­ses Bür­ger­meis­ters war eine außer­or­dent­li­che, denn Herr Bau­er enga­gier­te sich enorm.

Gemein­sam mit sei­nem Höslwan­ger Amts­kol­le­gen Ste­fan Rie­plhu­ber grün­de­te Bau­er im Jahr 1975 einen Arbeits­kreis für den Bau der Stein­ling­ka­pel­le direkt unter­halb des Chiem­gau-Kreuzes. Den bei­den Bür­ger­meis­tern gelang es, für die­ses Gre­mi­um wich­ti­ge und kom­pe­ten­te Ver­tre­ter aus allen rele­van­ten Berei­chen zu gewin­nen und so ein tat­kräf­ti­ges, 18-Mit­glie­der-star­kes Orga­ni­sa­ti­ons­team auf­zu­stel­len.

Bereits ein Jahr spä­ter konn­ten die bei­den Bür­ger­meis­ter als Haupt­or­ga­ni­sa­to­ren, Hand in Hand mit ihrem Arbeits­kreis und zahl­rei­chen ehren­amt­li­chen Hel­fern, den Bau der Stein­ling­ka­pel­le erfolg­reich ver­wirk­li­chen.

Die fei­er­li­che Ein­wei­hung der Kapel­le „Maria, Köni­gin des Frie­dens“ erfolg­te am 12. Sep­tem­ber 1976 durch Weih­bi­schof Franz Schwar­zen­böck. Es waren cir­ca 1.600 frei­wil­lig geleis­te­te Arbeits­stun­den von vie­len auf­ge­schlos­se­nen Bür­gern aus dem Chiem­gau erfor­der­lich, um die­ses Pro­jekt zu stem­men.

Genau wie das dazu­ge­hö­ri­ge Chiem­gau-Kreuz wur­de auch die Kapel­le dem ehren­den Geden­ken an die Gefal­le­nen des Chiem­gaus aus bei­den Welt­krie­gen gewid­met. Als Mahn­mal für den Frie­den ist das bekann­te Bau­werk heu­te ein belieb­tes Aus­flugs­ziel für jähr­lich tau­sen­de Besu­cher. Zudem bie­tet die Kapel­le einen wür­di­gen Rah­men für die tra­di­tio­nel­le und auf­wen­di­ge Gedenk­mes­se, die dort jeden Som­mer statt­fin­det – ein fei­er­li­ches Ereig­nis, das von den Gemein­den sowie den Sol­da­ten- und Vete­ra­nen­ver­ei­nen des Chiem­gaus mit gro­ßem Enga­ge­ment orga­ni­siert wird.