
Die Kampenwand
Das weithin sichtbare, markante Profil der Kampenwand mit ihren zackigen Felsformationen und 1.669 m Höhe ist mit dem Chiemsee das unbestrittene natürliche Wahrzeichen des Chiemgaus. Ursprünglich wurde der Berg nur Kampen oder Hochkampen genannt. Die ‑wand kam dann mit dem aufkommenden Tourismus dazu, um die schroffen Felszacken, die stark an den Kopf eines Hahns erinnern, besser zu beschreiben. Wer sich auf den Weg vom Tal hinauf zu den schroffen Kalkfelsen macht, durchwandert einen einzigartigen alpinen Lebensraum, in dem jahrhundertealte Almtradition, geologische Urgewalt und moderner Bergtourismus harmonisch aufeinandertreffen. Der klassische Weg auf das Massiv führt vorbei an einer Kette von traditionsreichen Almen, die seit Generationen von den Chiemgauer Familien bewirtschaftet werden und die Kulturlandschaft der Region prägen. Im landschaftlich wunderschönen Mittelgrund des Aufstiegs laden die Maisalm, Herrenalm, Liftstüberl, Gorialm und die benachbarte Schlechtenbergalm zur ersten Rast ein. Historisch eng mit den Talbewohnern verknüpft, taucht die Gorialm auch in den Chroniken des Kreuzbaus auf – war es doch der damalige Gori-Wirt, der 1948 bezeugte, dass das ursprüngliche Holzkreuz durch einen heftigen Blitzschlag zerstört worden war. Etwas abseits der Hauptströme gelegen, bewahrt die Mößlarnalm den ursprünglichen, ruhigen Charakter der Chiemgauer Bergwelt. Sie bietet einen tiefen Einblick in das traditionelle Almleben, wie es sich abseits des touristischen Trubels seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Auf einem weitläufigen Plateau direkt unterhalb der mächtigen Gipfelfelsen liegt die Steinlingalm auf rund 1.450 Metern Höhe. Sie bildet das Herzstück des Massivs. Historisch war sie der zentrale Dreh- und Angelpunkt für die Erbauer des Chiemgau-Kreuzes: Hier endete 1949 der beschwerliche Transportweg mit den Mulis, in Sichtweite zelebrierte Monsignore Dr. Alois Röck 1950 die legendäre erste Bergmesse unter freiem Himmel und genau hier entstand 1976 die Gedächtniskapelle „Maria, Königin des Friedens“. Bis heute zieht das Almplateau bei den alljährlichen Gedenkmessen tausende Gläubige an. Mit dem Bau der Kampenwandseilbahn im Jahr 1957 änderte sich die Zugänglichkeit des Berges grundlegend. Wo die Erbauer des Kreuzes Anfang der 1950er-Jahre noch jeden Zentner Material auf dem eigenen Rücken hinaufschleppen mussten, eröffnete die Bahn völlig neue Perspektiven. Die auf 1.467 Metern gelegene Bergstation ist heute das Tor zur oberen Kampenwand für Wanderer, Kletterer und Familien. Sie macht die alpine Natur für jedermann erlebbar und ist der ideale Ausgangspunkt für den barrierefreien Panoramaweg. Direkt an der Bergstation gelegen, verbindet die Sonnenalm zeitgemäße alpine Gastronomie mit einem überwältigenden Ausblick. Von ihrer Terrasse aus schweift der Blick weit über das bayerische Alpenvorland und den Chiemsee – ein landschaftlicher Kontrast, der die Kampenwand so einzigartig macht. Macht man sich von Hainbach auf den Weg zum Gipfel, kommt man an der Hofbauernalm vorbei. Oberhalb der Almregion wandelt sich das Gesicht der Kampenwand radikal. Sanfte grüne Wiesen weichen den hellen, schroffen Wänden des Wettersteinkalks, die vor Jahrmillionen aus einem tropischen Urzeitmeer emporgehoben wurden. Als mächtiger, freistehender Felsturm ragt der Staffelstein an der Nordseite der Kampenwand, unweit der Bergstation, in die Höhe. Er ist nicht nur ein beliebtes Reich für Sportkletterer, sondern spielte auch eine tragende Rolle beim Bau der Steinlingkapelle: Aus seinen Flanken am sogenannten Gatterl gewannen die freiwilligen Helfer in mühevoller Arbeit die Bruchsteine für das typische, wetterfeste Mauerwerk des kleinen Kirchleins. Über einen exponierten, drahtseilgesicherten Steig erreichen trittsichere Bergsteiger den schmalen Grat des Ostgipfels. Hier oben, auf den nackten Felsen über dem Abgrund, thront das 12 Meter hohe eiserne Chiemgau-Kreuz, das höchste in den Bayerischen Alpen. Der Blick, den man hier auf den Chiemsee und seine Inseln hat, ist unbeschreiblich schön. Wendet man den Blick Richtung Süden (also in die entgegengesetzte Richtung zum Chiemsee), blickt man auf die eindrucksvolle Kulisse der Zentralalpen bzw. der Hohen Tauern.
Das weithin sichtbare, markante Profil der Kampenwand mit ihren zackigen Felsformationen und 1.669 m Höhe ist mit dem Chiemsee das unbestrittene natürliche Wahrzeichen des Chiemgaus. Ursprünglich wurde der Berg nur Kampen oder Hochkampen genannt. Die ‑wand kam dann mit dem aufkommenden Tourismus dazu, um die schroffen Felszacken, die stark an den Kopf eines Hahns erinnern, besser zu beschreiben. Wer sich auf den Weg vom Tal hinauf zu den schroffen Kalkfelsen macht, durchwandert einen einzigartigen alpinen Lebensraum, in dem jahrhundertealte Almtradition, geologische Urgewalt und moderner Bergtourismus harmonisch aufeinandertreffen. Der klassische Weg auf das Massiv führt vorbei an einer Kette von traditionsreichen Almen, die seit Generationen von den Chiemgauer Familien bewirtschaftet werden und die Kulturlandschaft der Region prägen. Im landschaftlich wunderschönen Mittelgrund des Aufstiegs laden die Maisalm, Herrenalm, Liftstüberl, Gorialm und die benachbarte Schlechtenbergalm zur ersten Rast ein. Historisch eng mit den Talbewohnern verknüpft, taucht die Gorialm auch in den Chroniken des Kreuzbaus auf – war es doch der damalige Gori-Wirt, der 1948 bezeugte, dass das ursprüngliche Holzkreuz durch einen heftigen Blitzschlag zerstört worden war. Etwas abseits der Hauptströme gelegen, bewahrt die Mößlarnalm den ursprünglichen, ruhigen Charakter der Chiemgauer Bergwelt. Sie bietet einen tiefen Einblick in das traditionelle Almleben, wie es sich abseits des touristischen Trubels seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Auf einem weitläufigen Plateau direkt unterhalb der mächtigen Gipfelfelsen liegt die Steinlingalm auf rund 1.450 Metern Höhe. Sie bildet das Herzstück des Massivs. Historisch war sie der zentrale Dreh- und Angelpunkt für die Erbauer des Chiemgau-Kreuzes: Hier endete 1949 der beschwerliche Transportweg mit den Mulis, in Sichtweite zelebrierte Monsignore Dr. Alois Röck 1950 die legendäre erste Bergmesse unter freiem Himmel und genau hier entstand 1976 die Gedächtniskapelle „Maria, Königin des Friedens“. Bis heute zieht das Almplateau bei den alljährlichen Gedenkmessen tausende Gläubige an. Mit dem Bau der Kampenwandseilbahn im Jahr 1957 änderte sich die Zugänglichkeit des Berges grundlegend. Wo die Erbauer des Kreuzes Anfang der 1950er-Jahre noch jeden Zentner Material auf dem eigenen Rücken hinaufschleppen mussten, eröffnete die Bahn völlig neue Perspektiven. Die auf 1.467 Metern gelegene Bergstation ist heute das Tor zur oberen Kampenwand für Wanderer, Kletterer und Familien. Sie macht die alpine Natur für jedermann erlebbar und ist der ideale Ausgangspunkt für den barrierefreien Panoramaweg. Direkt an der Bergstation gelegen, verbindet die Sonnenalm zeitgemäße alpine Gastronomie mit einem überwältigenden Ausblick. Von ihrer Terrasse aus schweift der Blick weit über das bayerische Alpenvorland und den Chiemsee – ein landschaftlicher Kontrast, der die Kampenwand so einzigartig macht. Macht man sich von Hainbach auf den Weg zum Gipfel, kommt man an der Hofbauernalm vorbei. Oberhalb der Almregion wandelt sich das Gesicht der Kampenwand radikal. Sanfte grüne Wiesen weichen den hellen, schroffen Wänden des Wettersteinkalks, die vor Jahrmillionen aus einem tropischen Urzeitmeer emporgehoben wurden. Als mächtiger, freistehender Felsturm ragt der Staffelstein an der Nordseite der Kampenwand, unweit der Bergstation, in die Höhe. Er ist nicht nur ein beliebtes Reich für Sportkletterer, sondern spielte auch eine tragende Rolle beim Bau der Steinlingkapelle: Aus seinen Flanken am sogenannten Gatterl gewannen die freiwilligen Helfer in mühevoller Arbeit die Bruchsteine für das typische, wetterfeste Mauerwerk des kleinen Kirchleins. Über einen exponierten, drahtseilgesicherten Steig erreichen trittsichere Bergsteiger den schmalen Grat des Ostgipfels. Hier oben, auf den nackten Felsen über dem Abgrund, thront das 12 Meter hohe eiserne Chiemgau-Kreuz, das höchste in den bayerischen Alpen. Der Blick, den man hier auf den Chiemsee und seine Inseln hat, ist unbeschreiblich schön. Wendet man den Blick Richtung Süden (also in die entgegengesetzte Richtung zum Chiemsee), blickt man auf die eindrucksvolle Kulisse der Zentralalpen bzw. der Hohen Tauern.
