Noch kein Bild vorhanden.

Johann Linner

Ver­mut­lich war es 1949 Höslwangs Bür­ger­meis­ter Johann Lin­ner, der dem dama­li­gen Rosen­hei­mer Land­rat Knott von Herrn Hell und sei­ner Idee erzähl­te, ein 12 Meter hohes Kreuz auf dem Ost­gip­fel der Kam­pen­wand zu erbau­en und ihn um Hil­fe für die­sen Plan bat.

Die­ser ver­lor auf alle Fäl­le kei­ne Zeit. Er setz­te „sei­ne“ 56 Gemein­den des Rosen­hei­mer Land­krei­ses über die Errich­tung eines neu­en Gedenk­kreu­zes in Kennt­nis und bat um finan­zi­el­le Hil­fe für die Akti­on. Damit wur­de er zum gro­ßen Unter­stüt­zer. Sei­nem Enga­ge­ment ist es zu ver­dan­ken, dass Josef Hell und Franz Schaff­ner so schnell ihren Traum, auf der Kam­pen­wand das Kreuz zu errich­ten, ver­wirk­li­chen konn­ten.

Bereits bei der nächs­ten Bür­ger­meis­ter­ver­samm­lung in Rosen­heim haben die 56 Gemein­den des Land­krei­ses Rosen­heim die Durch­füh­rung die­ses schät­zens­wer­ten Pla­nes zur Ehrung der Gefal­le­nen des Land­krei­ses über­nom­men.

Neben dem Höslwan­ger Bür­ger­meis­ter Lin­ner, der Gemein­de aus der die Kreu­zer­bau­er stamm­ten und in der sie arbei­te­ten, waren es auch vor allem die Ers­ten Bür­ger­meis­ter aus Aschau, die das Pro­jekt nach Kräf­ten unter­stütz­ten.

Da Aschau, die Gemein­de am Fuße der Kam­pen­wand, damals noch aus zwei Gemein­den bestand (Hohen­aschau und Nie­der­aschau wur­den erst am 1. Janu­ar 1966 zur heu­ti­gen Gemein­de Aschau i.Chiemgau zusam­men­ge­legt), waren es gleich zwei Bür­ger­meis­ter, die den Kreuz­bau, den Trans­port und die Auf­stel­lung des Monu­ments tat­kräf­tig unter­stütz­ten.

Rupert Woer­le, der Ers­te Bür­ger­meis­ter aus Nie­der­aschau und sein Kol­le­ge Georg Bau­er aus der Gemein­de Hohen­aschau waren aber nicht nur Mit­strei­ter bei den amt­li­chen Belan­gen zur Ent­ste­hungs­ge­schich­te des Chiem­gau-Kreuzes, son­dern mach­ten den Höslwan­ger Schmied Josef Hell, für sei­ne Leis­tung und in Ver­tre­tung sei­ner Mit­hel­fer, rela­tiv bald zum Ehren­bür­ger ihrer Hei­mat­ge­mein­den. Am 09. Janu­ar 1950 ging der Beschluss zur Ehren­bür­ger­schaft der Aschau­er Gemein­den an Josef Hell, fast zeit­gleich mit Höslwang durch Johann Lin­ner. Die Höslwan­ger beschlos­sen, ihrem Schmied am 19. Janu­ar 1950 die Ehren­bür­ger­schaft anzu­er­ken­nen.

Wie aus Schrift­stü­cken her­vor­geht, waren es wie­der die drei Bür­ger­meis­ter, zusam­men mit Mon­si­gno­re Dr. Alo­is Röck, der das Kreuz weih­te und Land­rat Georg Knott, die erfolg­reich den Kreu­zer­bau­er Hell für das Bun­des­ver­dienst­kreuz vor­schlu­gen. Im Jahr 1955 war es dann soweit, Josef Hell, stell­ver­tre­tend für Franz Schaff­ner, sowie sei­ne Söh­ne Her­mann und Hans Hell und Franz Schaff­ner jun., sowei alle wei­te­ren Mit­hel­fer, erhielt die hohe Aus­zeich­nung.