Planung und Finanzierung 1949

Josef Hell und Franz Schaff­ner beschlos­sen, eine Art Denk­mal für die Gefal­le­nen bei­der Welt­krie­ge der Chiem­gau-Gemein­den auf dem Gipfel der Kam­pen­wand zu bau­en, da auch das vor­he­ri­ge Kreuz aus die­sem Anlass errich­tet wor­den war. Wahr­schein­lich wuss­te auch Höslwangs Bür­ger­meis­ter Johann Lin­ner Bescheid, denn die gan­ze Ange­le­gen­heit lan­de­te schließ­lich beim Rosen­hei­mer Land­rat Georg Knott. Die­ser setz­te sei­ner­seits „sei­ne“ 56 Gemein­den über die Errich­tung eines neu­en Gedenk­kreu­zes in Kennt­nis und bat um finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für die Akti­on. Der Land­rat war sehr enga­giert, die­ses Pro­jekt vor­an­zu­brin­gen. Nicht zuletzt dank sei­ner Hil­fe konn­te der Traum von Josef Hell und Franz Schaff­ner so schnell ver­wirk­licht wer­den.
Wäh­rend Tei­le des Traun­stei­ner Land­krei­ses, laut eines Zei­tungs­ar­ti­kel der Chiem­gau-Zei­tung vom 29. Okto­ber 1949, noch etwas zöger­lich reagier­ten, zeig­te dank Land­rat Knott der Rosen­hei­mer Land­kreis schnell Ein­satz­be­reit­schaft.

Bei der nächs­ten Bür­ger­meis­ter­ver­samm­lung in Rosen­heim haben die 56 Gemein­den des Land­krei­ses Rosen­heim die Durch­füh­rung die­ses schät­zens­wer­ten Pla­nes zur Ehrung der Gefal­le­nen des Land­krei­ses über­nom­men.

Ein beson­de­rer Dank gilt den Vete­ra­nen­ver­ei­nen und der Gemein­de Höslwang, die mit sehr viel Enga­ge­ment in allen Berei­chen hal­fen so gut sie konn­ten, um das Vor­ha­ben zu unter­stüt­zen.

Auch der Grund­stücks­be­sit­zer Baron Lud­wig Bene­dikt von Cra­mer-Klett gab freund­li­cher­wei­se sei­ne Ein­wil­li­gung zur Errich­tung des Kreuzes auf dem Ost­gip­fel. Somit stand dem Beginn der Akti­on nichts mehr im Wege.

Für ein solch monu­men­ta­les Bau­werk bedurf­te es natür­lich einer fun­dier­ten Absi­che­rung: Am 4. August 1949 leg­te der Höslwan­ger Mar­tin Bich­ler, der bei der Bau­ge­sell­schaft Heil­mann & Litt­mann Bau A.G. in Mün­chen beschäf­tigt war, eine offi­zi­el­le „Sta­ti­sche Berech­nung für die Ver­an­ke­rung des Gedenk­kreu­zes auf der Kam­pen­wand“ vor.