
Große Messe und Ausstellung zum 60. Jubiläum 2011
Ein ganz besonderes Highlight zum 60. Jubiläum des Chiemgau-Kreuzes war – neben der aufwendig von der Gemeinde Aschau organisierten Gedenkmesse an der Steinlingkapelle – eine feierliche Sonderausstellung im Aschauer Rathaus.
Die Organisation dieser großartigen Präsentation war der vor allem der Verdienst der Aschauer Gemeindearchivarin Ilse Goßner: Sie stellte eine beeindruckende Themenausstellung zusammen, die rund zwei Monate lang im Foyer des Rathauses zu bewundern war.
Am 26. August 2011 wurde die Ausstellung feierlich eröffnet, moderiert von Aschaus Erstem Bürgermeister Werner Weyerer. Ein besonderer Höhepunkt für die Besucher: Die beiden Zeitzeugen Franz Schaffner und Stefan Rieplhuber standen der Öffentlichkeit vor Ort persönlich für Fragen zur Verfügung.
In der Ausstellung wurden zahlreiche Großaufnahmen, das detailgetreue Kampenwandmodell und viele wertvolle historische Aufzeichnungen erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Frau Goßner hat damals eine überaus interessante Ausstellung auf die Beine gestellt und leistet bis heute großartige Arbeit für das Gemeindearchiv in Aschau. Ihr und Frau Linnhuber (Fachbereichsleiterin der Gemeinde Aschau) ist es maßgeblich zu verdanken, dass diese Website heute so viele historische Schriftstücke und wertvolle Unterlagen als fundierte Informationsquellen zur Verfügung stellen kann.
Die Botschaft vom Frieden, Tag für Tag, war dann eine Kernaussage der 60. Jubiläumsmesse. Wie wichtig diese Arbeit gegen das Vergessen ist, unterstrich Weihbischof Bernhard Haßlberger. Er zelebrierte den feierlichen Gedenkgottesdienst an der Gedächtniskapelle „Maria, Königin des Friedens“ oberhalb der Steinlingalm und fand dabei bewegende Worte: „Dieses Kreuz auf der Kampenwand sendet seine Botschaft vom Frieden Tag für Tag ins Land hinaus.“ In seiner Predigt mahnte er eindringlich zur Wachsamkeit: „Wenn auch die Erinnerung allmählich verblasst, so ist der Krieg allgegenwärtig. Wer sich nicht mehr erinnert, ist dazu verdammt, alles wieder erneut zu erleben.“
