
Georg Knott
Der damalige Rosenheimer Landrat war ein sehr großer Unterstützer und durch sein Engagement maßgeblich für den Erfolg des Vorhabens, das Chiemgau-Kreuz zu errichten, verantwortlich.
Vermutlich war es 1949 Höslwangs Bürgermeister Johann Linner, der dem damaligen Rosenheimer Landrat Knott von Herrn Hell und seiner Idee erzählte, ein 12 Meter hohes Kreuz auf dem Ostgipfel der Kampenwand zu erbauen und ihn um Hilfe für diesen Plan bat.
Dieser verlor auf alle Fälle keine Zeit und brachte seinerseits „seine“ 56 Gemeinden des Rosenheimer Landkreises über die Errichtung eines neuen Gedenkkreuzes in Kenntnis und bat um finanzielle Hilfe für die Aktion und wurde so zum großen Unterstützer. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass Josef Hell und Franz Schaffner so schnell ihren Traum, auf der Kampenwand das Kreuz zu errichten, verwirklichen konnten.
Bereits bei der nächsten Bürgermeisterversammlung in Rosenheim haben die 56 Gemeinden des Landkreises Rosenheim die Durchführung dieses schätzenswerten Planes zur Ehrung der Gefallenen des Landkreises übernommen.
Herr Knott half im Laufe der Zeit noch bei so mancher bürokratischen Hürde weiter, so dass es auch unter anderem ihm zu verdanken war, dass das Kreuz noch im selben Jahr auf seine Reise von Höslwang auf die Kampenwand gelangen konnte und 1950 aufgestellt wurde.
Doch Herr Knott blieb dem Projekt auch 25 Jahre später noch treu. Der 1975 immer noch amtierende Rosenheimer Landrat unterstützte den Bau der Steinlingkapelle und wurde Mitglied des entsprechenden Arbeitskreises. Er erklärte sich bereit, die Planung der Kapelle durch sein Kreisbauamt erstellen zu lassen und Baudirektor Peter Frank vom Landratsamt Rosenheim übernahm die Bauleitung.
Die Ersten Bürgermeister Stefan Rieplhuber (Höslwang) und Karl Bauer (Aschau i.Chiemgau) gründeten im Jahr 1975 einen Arbeitskreis für den Bau der Steinlingkapelle. Den beiden Bürgermeistern gelang es, für dieses Gremium kompetente Vertreter aus allen relevanten Bereichen zu gewinnen und so ein tatkräftiges Organisationsteam aufzustellen, dessen Vorstand Rieplhuber und Bauer bildeten.
Bereits ein Jahr später konnten die beiden Gemeindeoberhäupter als Hauptorganisatoren, Hand in Hand mit ihrem Arbeitskreis und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, den Bau der Steinlingkapelle „Maria Königin des Friedens“ erfolgreich verwirklichen.
Am 12. September 1976 wurde die Kapelle, die sich direkt unterhalb des 25 Jahre zuvor erbauten Chiemgau-Kreuzes befindet, zum Gedenken an die Chiemgauer Opfer beider Weltkriege durch Weihbischof Franz Schwarzenböck geweiht. Tausende Besucher kamen zur 25. Kreuz-Gedenkmesse mit Kapellenweihe und erlebten diesen feierlichen Moment bei strahlendem Herbstwetter mit.
