
Ehrungen für die Erbauer des Chiemgau-Kreuzes 1955
Die außergewöhnlichen Verdienste um den Bau des Chiemgau-Kreuzes brachten dem Höslwanger Schmiedemeister Josef Hell schon bald höchste kommunale Anerkennung ein: Bereits am 19. Januar 1951 ernannte ihn die Gemeinde Höslwang und nur eine Woche später, am 26. Januar 1951, auch die Gemeinde Hohenaschau zum Ehrenbürger (Gemeindearchiv Aschau i.Ch.). Diese Titel wurden ihm ausdrücklich auch stellvertretend für alle anderen unermüdlichen Helfer und Mitwirkenden verliehen.
Der Höhepunkt der Anerkennung des Kreuzbauers erfolgte 1955 als Herrn Hell das Bundesverdienskreuz verliehen wurde. Monsignore Dr. Alois Röck, die Bürgermeister aus Aschau und Höslwang und der Rosenheimer Landrat Georg Knott setzten sich sehr für die Verleihung des Verdienstreuzes ein. Bei einer abendlichen Feierstunde im Gasthaus Gehrlein in Höslwang war es dann so weit. In einem festlichen Rahmen, an dem eine außergewöhnlich große Zahl von Einwohnern teilnahm, wurde dem mittlerweile bekannten Schmiedemeister das Bundesverdienstkreuz überreicht. Da Hell doppelter Ehrenbürger war, waren neben dem Höslwanger Bürgermeister Josef Schachner, auch die Bürgermeister der Gemeinden Hohen- und Niederaschau Georg Bauer und Rupert
Wörle anwesend .
In seiner Laudatio würdigte Landrat Knott den Mut und die Tatkraft des damals 70-jährigen Schmieds, der in den schweren Nachkriegsjahren den Entschluss gefasst hatte, ein weithin sichtbares Denkmal für die Gefallenen zu errichten. Trotz anfänglicher Skepsis und großer Hemmnisse ließ sich Hell bestärkt durch die Unterstützung des Landrats und seiner Mitstreiter nicht von seiner Idee abbringen.
Landrat Knott hob in seiner Rede hervor, dass diese hohe Auszeichnung zwar Josef Hell überreicht wurde, er sie aber stellvertretend auch für seine engsten Helfer entgegennahm. Ganz besonders zu würdigen seien dabei Hells Söhne Herman und Hans sowie der Schreinermeister und Nachbar Franz Schaffner und dessen Sohn Franz, die gemeinsam mit vielen weiteren Helfern und Unterstützern das tragende Fundament des Kreuzbaus bildeten.
