
Die Gedenktafeln auf dem Chiemgau-Kreuz
Auf der Raute, die am Kreuz angebracht ist, sind 65 Gemeindetafeln mit den Zahlen der im Ersten Weltkrieg (1914 — 1918) und im Zweiten Weltkrieg (1939 — 1945) gefallenen und vermissten Soldaten des jeweiligen Chiemgau-Ortes verewigt.
Im Mai 1953 besuchte die Journalistin Hildegard Hofinger den Schreiner Franz Schaffner und Schmiedemeister Josef Hell für ein Interview in seiner Höslwanger Schmiedewerkstatt. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete er an den bronzenen Gedenktafeln für die Heimatgemeinden, die das im Herbst 1950 errichtete Gefallenenkreuz auf der Kampenwand ergänzen sollten.
In diesem zeitgenössischen Bericht blicken der Schmied Josef Hell und sein Nachbar, der Schreinermeister Franz Schaffner, auf die dreijährige Entstehungsgeschichte des 12 Meter hohen Kreuzes zurück. Sie schildern die logistischen Herausforderungen des Materialtransports durch Jugendliche und Mulis sowie die bürokratischen Hürden jener Nachkriegsjahre.
Das Treffen mit den beiden „Höslwanger Originalen“ und Hauptprotagonisten der Kreuz-Entstehungsgeschichte mit Frau Hofinger bietet einen interessanten und authentischen Einblick in ein Gemeinschaftsprojekt dessen nächtliche Strahlkraft, damals wie heute, die Region verbindet und erklärt, wie die Gedenktafeln entstanden sind.
Eine genaue Übersicht der Gemeinden und allen Zahlen finden Sie, wenn Sie diesem Link folgen.
