
Der Plan fürs Chiemgau-Kreuz wird geschmiedet 1948
Daheim angekommen, erzählte Franz Schaffner seinem Nachbarn Josef Hell – dem damals 65-jährigen „Schmied Sepp“ – von dem zerstörten hölzernen Gedächtniskreuz. Josef Hell betrieb direkt gegenüber der Schreinerei der Familie Schaffner eine Schmiede. Gemeinsam mit den Söhnen beider Familien wurde schnell ein ehrgeiziger Plan geschmiedet: Ein neues Kreuz musste her!
Als der Schmiedemeister, sein ebenfalls aus dem Krieg heimgekehrter Sohn Hermann (bekannt als der „Schmiedei“) und dessen Stiefbruder Hans von dem Vorhaben erfuhren, dachten sie natürlich sofort an Eisen. Dieser Werkstoff erschien ihnen wesentlich haltbarer und beständiger als selbst das widerstandsfähigste Holz.
Man war sich schnell einig, und so fiel die Entscheidung für das monumentale Metallkreuz. Mit diesem konkreten Plan vor Augen trugen sie die Idee nach außen, denn nun galt es, das Projekt in der Region durchzusetzen und die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Der gemeinsame Traum, ein würdiges, großes Kreuz für die Kampenwand zu erschaffen, war geboren.
