Detailinfos zum
Chiemgau-Kreuz
Das Chiemgau-Kreuz
ist das höchste Gipfelkreuz in den Bayerischen Alpen.
- Höhe
- 12 Meter
- Breite
- 3,5 Meter
- Gewicht
- 2.700 kg
- Material
- Eisen
- Standort
- Ostgipfel Kampenwand auf 1.664 m
- Erbaut
- 1949
- Aufgestellt
- 24.09.1950
- Geweiht
- 26.08.1951
- Zweck
- Zu Ehren der Gefallenen und Vermissten aus dem Chiemgau
- Erbauer
- Josef Hell, Franz Schaffner senior
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Der Grundkörper des Kreuzes
Das Kreuz ist inklusive seines Sockels stolze 12 Meter hoch. Der Querbalken, das sogenannte Patibulum, misst eine Breite von 3,5 Metern sowie eine eigene Höhe von rund 60 Zentimetern und setzt sich aus einem linken und einem rechten Teil zusammen. Als stabiles Rückgrat dienen im Inneren Tragrohre mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern, an welche die eisernen Balkenflächen massiv angeschweißt wurden.
Insgesamt investierten der Schmiedemeister Josef Hell und seine treuen Helfer rund 2.000 unentgeltliche Arbeitsstunden in die Fertigstellung der einzelnen Kreuzteile, bevor diese in einem Kraftakt auf dem Gipfel final zusammengeschweißt wurden.
Die Beleuchtung
Die anmutige Beleuchtung des Chiemgau-Kreuzes besteht schon seit 1950. Wenn man die wunderschöne, stimmungsvolle Beleuchtung des Kreuzes einschalten wollte, musste man zuerst einen Kanister Benzin auf den Gipfel tragen und den Stromgenerator anwerfen. Eine Tankfüllung reichte dann für 4 bis 5 Stunden Licht.
Im Jahr 2003 wurde dann eine Photovoltaikanlage installiert, sodass die Beleuchtung von da an bequem mit umweltfreundlicher Sonnenenergie per Fernbedienung aktiviert werden konnte. Die Beleuchtungszeiten des Kreuzes finden Sie hier. Für den Bau der Beleuchtung verwendete man ursprünglich 13 alte Scheinwerfer von LKWs. Diese wurden im Jahr 2026 aufwendig restauriert und mit modernsten LED-Lampen nachgerüstet.
Die Gedenktafeln
Insgesamt sind auf dem Kreuz 65 Metalltafeln der Chiemgaugemeinden mit den Zahlen der Gefallenen und Vermissten im Ersten und Zweiten Weltkrieg verewigt. Die ersten Tafeln wurden noch vom Erbauer des Kreuzes, dem Höslwanger Schmied Josef Hell, selbst angefertigt. Die schönen Arbeiten zeigen das Bildnis der Kirche des Ortes und tragen die Zahlen der Weltkriegsopfer der jeweiligen Gemeinde und ehren damit diejenigen, für die das Chiemgau-Kreuz gebaut wurde.
Gemeinde Höslwang
1914 — 1918 Gefallen: 27 Vermisst: 4
1939 — 1945 Gefallen: 39 Vermisst: 7
Gemeinde Aschau i.Chiemgau
1914 — 1918 Gefallen: 88 Vermisst: 5
1939 — 1945 Gefallen: 81 Vermisst: 27
Die Kupferkugeln
Als das Chiemgau-Kreuz am 24. September 1950 auf dem Gipfel aufgestellt wurde, waren die drei kupfernen Schmuckelemente zwar bereits gefertigt, aber noch kein Bestandteil des Kreuzes. Erst Jahrzehnte später, kurz vor dem 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2001, wurden die jeweils 30 Kilogramm schweren Kupferkugeln in einer schweißtreibenden Aktion montiert. Pünktlich zum runden Jubiläum konnte das monumentale Wahrzeichen damit erstmals in seiner vollendeten, ursprünglich angedachten Schönheit bewundert werden.
Die Technik
In dem soliden Metallkasten auf der Vorderseite sind die Batterien der Solaranlage verstaut, die 2003 installiert wurde. Auf der Rückseite ist noch der alte Stromgenerator, der auch heute noch verwendet wird, um Strom für Wartungsarbeiten zu erzeugen.
© echtNET GbR Joachim Plenert & Martin Schwangler






