Bernhard Haßlberger Weihbischof

Bernhard Haßlberger

Was für eine beein­dru­cken­de Kulis­se für ein gro­ßes Jubi­lä­um: Mehr als 6.000 Gläu­bi­ge kamen am Sonn­tag, den 26. August 2001, an der Stein­ling­ka­pel­le zusam­men. Gemein­sam hiel­ten sie beim 50. Jubi­lä­ums­got­tes­dienst das Geden­ken an die Opfer der bei­den Welt­krie­ge aus dem Chiem­gau leben­dig.

Es gab gleich meh­re­re Mei­len­stei­ne zu fei­ern: Vor genau 50 Jah­ren wur­de das stol­ze, zwölf Meter hohe Gip­fel­kreuz geweiht, wel­ches im Jahr 2001 mit der Anbrin­gung von drei Flach­ku­geln restau­riert und voll­endet wer­den konn­te. Gleich­zei­tig blick­te man auf das 25-jäh­ri­ge Bestehen der Gedächt­nis­ka­pel­le.

Die ört­li­chen Pfar­rer aus den ver­an­stal­ten­den Gemein­den Aschau i.Chiemgau und Höslwang assis­tier­ten dem Weih­bi­schof Bern­hard Haßl­ber­ger bei der gro­ßen Gedenk­mes­se bei strah­len­dem Wet­ter. Zusam­men mit rund 90 Fah­nen­ab­ord­nun­gen der Vete­ra­nen- und Sol­da­ten­ge­mein­schaf­ten aus den Land­krei­sen Rosen­heim und Traun­stein sowie der Aschau­er Orts­ver­ei­ne, sorg­te man für ein wür­di­ges Geden­ken der in den bei­den Welt­krie­gen ver­miss­ten und gefal­le­nen Chiem­gau­er.

Der Weih­bi­schof Bern­hard Haßl­ber­ger war es eben­falls, der zehn Jah­re spä­ter am Sonn­tag, den 28. August 2011, einen wür­di­gen Jubi­lä­ums­got­tes­dienst abzu­hal­ten wuss­te. Gemein­sam mit dem Pater Adam Salo­mon aus Höslwang und dem Aschau­er Pfar­rer Johan­nes Palus fei­er­ten sie mit 100 Fah­nen­ab­ord­nun­gen, Ehren­gäs­ten und Tau­sen­den von Besu­chern mit einer schö­nen Gedenk­mes­se vor der Frie­dens­ka­pel­le das 60. Jubi­lä­um des Chiem­gau-Kreuzes.

Die Bot­schaft vom Frie­den Tag für Tag war dann eine Kern­aus­sa­ge die­ser 60. Jubi­lä­ums­mes­se. Wie wich­tig die­se Arbeit gegen das Ver­ges­sen ist, unter­strich Weih­bi­schof Bern­hard Haßl­ber­ger vor der Gedächt­nis­ka­pel­le „Maria, Köni­gin des Frie­dens“ ober­halb der Stein­lin­g­alm und fand dabei bewe­gen­de Wor­te: „Die­ses Kreuz auf der Kam­pen­wand sen­det sei­ne Bot­schaft vom Frie­den, Tag für Tag ins Land hin­aus.“ In sei­ner Pre­digt mahn­te er ein­dring­lich zur Wach­sam­keit: „Wenn auch die Erin­ne­rung all­mäh­lich ver­blasst, so ist der Krieg all­ge­gen­wär­tig. Wer sich nicht mehr erin­nert, ist dazu ver­dammt, alles wie­der erneut zu erle­ben.“