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Berggottesdienst am Tag der Aufstellung des Kreuzes 1950

Am Sonn­tag, den 24. Sep­tem­ber 1950, war der lang ersehn­te Moment schließ­lich gekom­men: Sämt­li­che bau­li­chen Vor­be­rei­tun­gen für die Auf­stel­lung des Kreuzes auf dem Ost­gip­fel der Kam­pen­wand waren erfolg­reich abge­schlos­sen. Die Arbei­ter hat­ten in den Wochen zuvor das Fun­da­ment gegos­sen und die mas­si­ven Ver­an­ke­run­gen sicher im Fels ein­be­to­niert. Nun lag das gewal­ti­ge eiser­ne Kreuz bereit, um in die Senk­rech­te gehievt zu wer­den.

Die­ses his­to­ri­sche Ereig­nis lock­te eine gro­ße Anzahl an Zuschau­ern an. Zahl­rei­che Men­schen hat­ten den müh­sa­men Auf­stieg auf den Berg auf sich genom­men, um Zeu­gen die­ses Augen­blicks zu wer­den. Die meis­ten der Besu­cher ver­sam­mel­ten sich auf dem weit­läu­fi­gen Pla­teau der Stein­lin­g­alm, das einen her­vor­ra­gen­den Blick auf den Gipfel bot, und ver­folg­ten das dor­ti­ge Gesche­hen gespannt in allen Ein­zel­hei­ten. Selbst die Medi­en zeig­ten gro­ßes Inter­es­se an die­sem außer­ge­wöhn­li­chen Vor­ha­ben: Der Baye­ri­sche Rund­funk war mit einem Team vor Ort, um das Gesche­hen am Berg medi­al zu beglei­ten und zu berich­ten.

Vor der eigent­li­chen Auf­stel­lung des Kreuzes fand ein fei­er­li­cher Got­tes­dienst statt. Mon­si­gno­re Dr. Alo­is Röck, der als Hohen­aschau­er Schloss­ka­plan in der gesam­ten Regi­on all­seits geschätzt und beliebt war, zele­brier­te an einem schlicht auf­ge­bau­ten Altar bei der Stein­ling Alm eine fei­er­li­che Berg­mes­se unter frei­em Him­mel. Für den pas­sen­den musi­ka­li­schen Rah­men sorg­te die Aschau­er Musik­ka­pel­le. Die Musi­kan­ten hat­ten es sich nicht neh­men las­sen, den beschwer­li­chen Fuß­weg auf die Kam­pen­wand auf sich zu neh­men – eine beson­de­re Leis­tung, da sie ihre teil­wei­se sehr schwe­ren und unhand­li­chen Blas­in­stru­men­te kom­plett den Berg hin­auf­ge­tra­gen muss­ten.